Maschinelles Lernen erklärt
Maschinelles Lernen heißt hier: Ein Verfahren bekommt Daten und leitet daraus selbst ab, was es braucht. Die elf Linien dieses Bereichs fallen in drei Gruppen: Struktur finden, wo niemand die Antwort vorgibt, vorhersagen, wo Beispiele mit bekannter Antwort vorliegen, und entscheiden, was eine Maßnahme bewirkt.
Jede Linie hat eine eigene Seite mit einem Abhängigkeitsgraphen und ihren Demos. Die Themenfelder unten ordnen die Linien nach Verwandtschaft, der Beziehungsgraph am Ende zeigt, welche Linien sich Bausteine teilen.
Diese Seite gehört zu Algorithmen und Verfahren erklärt. Auf der Suche nach einer Lösung für ein konkretes Problem? Zu den Interaktiven Demos.
Struktur finden
Es gibt keine vorgegebene Antwort: Gruppen, wenige tragende Richtungen oder Auffälliges sollen aus den Daten selbst sichtbar werden.
Clustering
Punkte ohne Vorgaben gruppieren: von k-Means über DBSCAN, Gaussian Mixtures und Spectral Clustering bis HDBSCAN, mit Entscheidungsbäumen für die Wahl.
Zur Linie →Dimensionsreduktion
Zwölf Kennzahlen auf zwei Achsen: PCA, Isomap, LLE, t-SNE, UMAP, PaCMAP und Autoencoder, jedes mit gemessenen Stärken und Schwächen.
Zur Linie →Anomalie-Erkennung
Was fällt aus dem Rahmen? Neun Verfahren von der robusten Ellipse bis zum Autoencoder, jedes mit seiner gemessenen Schwäche.
Zur Linie →Korrelation
Wann sagt eine Korrelation, was sie zu sagen scheint, und wann täuscht sie? Elf Stücke von Pearson bis Kointegration.
Zur Linie →Vorhersagen
Beispiele mit bekannter Antwort liegen vor, das Verfahren soll sie für Neues vorhersagen: mit Bäumen, Netzen, Graphen oder aus Zeitreihen.
Baumbasierte Verfahren
Ein Baum wird zum Wald, dann zum Ensemble, das seine eigenen Fehler nachbessert: neun Verfahren von CART bis CatBoost, die erste Linie dieses Portfolios mit überwachtem Lernen.
Zur Linie →Graph Neural Networks
Was sieht ein Kunde von seinem Netz? Sechs Verfahren, die auf Graphen lernen, vom Mittel über die Nachbarn bis zur Aufmerksamkeit über das ganze Netz.
Zur Linie →Zeitreihen-Prognose
Wie prognostiziert man die Tagesaufträge eines Depots, und wie sicher ist die Prognose? Elf Verfahren von der naiven Messlatte bis zum vortrainierten Netz, mit ehrlichen Negativbefunden.
Zur Linie →Neuronale Netze
Wo hört eine Gerade auf zu reichen, und was kommt danach? Sechs Architekturen vom einfachsten Klassifikator bis zum Aufmerksamkeitsmechanismus, an eigenen numpy-Implementierungen von Hand nachgerechnet.
Zur Linie →Entscheiden und Wirkung
Nicht nur vorhersagen, sondern handeln: Ein Agent lernt durch Versuch und Irrtum, Experimente trennen die Wirkung einer Maßnahme vom Zufall, und kausale Diagramme sagen, wann sie sich auch ohne Experiment bestimmen lässt.
Reinforcement Learning
Ein Lagerroboter lernt ohne Vorgabe der richtigen Antwort: acht Verfahren, jedes mit seinem gemessenen Befund, vom einfachsten Banditen bis zum gelernten Kritiker.
Zur Linie →Experimente und Wirkungsmessung
Eine neue Bestandsregel, zwölf Stücke: vom einfachen A/B-Test über Teststärke, Zwischenblicke und Switchback bis zur Auswertung aus Logdaten.
Zur Linie →Kausale Diagramme und Adjustierung
Eine Simulation mit bekannter Wahrheit, siebzehn Stücke: von der Konfundierung über Diagramm, Adjustierung, Schätzen, Frontdoor und Instrumente bis zum gelernten Diagramm, dem Fehler im Diagramm und dem Vergleich der Strategien.
Zur Linie →Empfohlene Reihenfolge
Wer einen Bereich von vorn lesen möchte: Die Reihenfolge folgt den Bausteinen, die eine Linie von einer anderen übernimmt (die Belege stehen auf den Linienseiten unter „Verwandt in anderen Linien“). Alles lässt sich auch einzeln lesen.
- Neuronale Netze: Das MLP mit Backpropagation ist der Baustein von Autoencoder, Graph Neural Networks und der Netz-Prognose weiter unten.
- Baumbasierte Verfahren: Random-Tree-Mechanismus und Histogramm-Baumkern: Grundlage von Isolation Forest und Boosting mit Lag-Merkmalen.
- Clustering: Gruppen ohne Vorgaben; Spectral Clustering und UMAP nutzen dieselbe Laplace-Eigen-Einbettung.
- Dimensionsreduktion: Von PCA bis UMAP; der Autoencoder setzt das MLP aus dem ersten Schritt ein.
- Anomalie-Erkennung: Arbeitet mit denselben Lieferrouten-Kennzahlen wie die PCA-Demo und setzt Random Trees (Isolation Forest) und das MLP (Autoencoder, Deep SVDD) ein.
- Graph Neural Networks: Jedes Stück baut intern ein eigenes MLP; hier kommt die Graph-Mechanik dazu.
- Zeitreihen-Prognose: Das Boosting mit Lag-Merkmalen ruht auf dem Histogramm-Baumkern der Baumbasierten Linie, die N-BEATS-artige Prognose auf dem MLP.
- Reinforcement Learning: Lernen durch Versuch und Irrtum; der Bandit ist das Fundament des Bandit-statt-A/B-Tests im nächsten Schritt.
- Experimente und Wirkungsmessung: Die Wirkung einer Maßnahme vom Zufall trennen; nimmt den Bandit aus dem Schritt davor auf und stellt für die synthetische Kontrolle dieselbe Abdeckungsfrage wie die Prognoseintervalle.
- Kausale Diagramme und Adjustierung: Wirkung ohne Zuteilung: Hier hat ein Disponent den Faktor vergeben, nicht eine Münze; die Linie nimmt die Welt der Experimente-Linie als Vehikel und fragt, welche Variablen in die Rechnung dürfen.
Wie die Linien dieses Bereichs zusammenhängen
Jede Kante steht für einen belegten Zusammenhang: Ein Verfahren nutzt innen eine Technik der anderen Linie, oder beide gehen dasselbe Problem aus verschiedenen Blickwinkeln an. Die Farbe zeigt das Themenfeld, gestrichelte Kästen sind Linien aus anderen Bereichen, mit denen es Verbindungen gibt. Die jeweilige Linienseite erklärt jeden Zusammenhang unter „Verwandt in anderen Linien“.
Die Kästen sind klickbar und öffnen die jeweilige Seite.
- Struktur finden
- Vorhersagen
- Entscheiden und Wirkung
- Linie eines anderen Bereichs
Weitere Bereiche
Optimierung
Verfahren, die aus sehr vielen Möglichkeiten eine beste oder gut begründete Entscheidung suchen: mit Beweis, mit Heuristik, für Planung und unter Unsicherheit.
Signalverarbeitung
Verfahren, die aus gemischten oder unscharfen Messungen die ursprünglichen Signale zurückgewinnen oder aus verrauschten Messungen einen Zustand schätzen.
Graphentheorie
Verfahren, die Fragen über Netze selbst beantworten: erreichbar, verbunden, kritisch, zugeordnet, zentral, schmalbandig oder wie sich etwas auf dem Netz ausbreitet.
Kooperation und Wettbewerb
Verfahren für Entscheidungen mit mehreren Beteiligten: Anreize und Kooperation, direkte Gegner, Turniere, Ranglisten und gemeinsames Entscheiden und Teilen.