Neuronale Netze erklärt
Ein neuronales Netz lernt aus Beispielen, nicht aus vorgegebenen Regeln. Diese Linie zeigt, wie das geht: von Grund auf in numpy, jede Rückwärtsableitung von Hand hergeleitet und gegen finite Differenzen geprüft. Sie ist die erste Linie dieses Portfolios, die Perceptron, MLP und Backpropagation selbst zum Gegenstand macht, statt sie nur als Werkzeug einzusetzen: mindestens acht bestehende Demos (die ganze Graph-Neural-Network-Linie sowie Autoencoder-, Deep-SVDD-, MAPPO-, Zeitreihen- und Mechanismus-Demos) bauen bereits ein eigenes MLP mit Backpropagation, jeweils nur als Baustein für eine andere Frage.
Drei erzeugte Vehikel tragen die sechs Stücke: zwei Klassen von 2D-Punkten (linear trennbar oder im XOR-Muster) für Perceptron und MLP, kleine Rasterbilder mit einer Form an wechselnder Position für das CNN, und eine Signal-in-Rauschen-Sequenz der Länge T (angelehnt an Hochreiter & Schmidhubers eigene Testaufgaben von 1997) für RNN, LSTM und Attention/Transformer: eine einzige Aufgabe zeigt an einem einzigen Regler T den ganzen Bogen von verschwindendem Gradienten bis zu direktem Zugriff.
In short: Covers neural networks: perceptron, multilayer perceptron (MLP), CNN, RNN, LSTM and attention/transformer, with backpropagation implemented from scratch in numpy. Interactive demos check the derivations numerically and report measured results.
Diese Seite gehört zu Algorithmen und Verfahren erklärt. So lesen Sie sie: Das Diagramm zeigt, wie die Stücke zusammenhängen. Jede Kachel darunter öffnet eine interaktive Demo, wo es eine gibt, mit einer Erklärseite für Einsteiger und Fachleute. Auf der Suche nach einer Lösung für ein konkretes Problem? Zu den Interaktiven Demos.
Hinweis: Alle Demos rechnen mit synthetischen oder frei verfügbaren Beispieldaten und laufen auf einem externen Anbieter (Datenschutz). Bitte geben Sie darin keine vertraulichen oder personenbezogenen Daten ein. Die Ergebnisse gelten für die jeweilige Demo-Instanz und lassen sich nicht ungeprüft auf reale Fälle übertragen; für darauf gestützte Entscheidungen übernehme ich keine Gewähr.
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Zum Nachlesen: erst einfach, dann fachlich
Das Perceptron verständlich erklärt
Wie ein einfaches Lernverfahren eine Trenngerade nach jedem Fehler ein Stück verschiebt, wann es damit fertig wird und warum es in der Demo auf einem Kreuzmuster nicht zur Ruhe kommt: erst für Einsteiger ohne Formeln, dann für Fachleute mit Modell, Formeln und Messwerten.
Die sechs Stücke im Überblick
Die Linie hat eine Wurzel und zwei Wege. Das Perceptron ist die Wurzel und scheitert beweisbar an nicht linear trennbaren Daten (Minsky & Papert 1969); MLP + Backpropagation behebt das mit einer verdeckten Schicht und reduziert sich bei 0 Einheiten exakt auf den Vorgänger zurück. Von dort gehen zwei Geschwister aus, die je eine andere Ignoranz gegenüber Datenstruktur beheben: das CNN nutzt räumliche Struktur (Gewichtsteilung über Bildpositionen), das RNN nutzt zeitliche Struktur (ein Zustand über eine Sequenz).
Der RNN-Ast führt weiter: Das RNN scheitert bei langen Sequenzen am verschwindenden Gradienten, das LSTM hält ihn strukturell viel länger (über 60 Zehnerpotenzen mehr bei T=1200), aber selbst das macht das Training bei großem T noch nicht automatisch zuverlässig, wie eine widerlegte Ausgangshypothese im LSTM-Stück zeigt. Attention/Transformer geht das Problem an der Wurzel an: kein Weiterreichen mehr, jeder Ausgabeschritt hat direkten Zugriff auf jeden Eingabeschritt.
Die Kästen sind klickbar und öffnen die jeweilige Demo direkt.
- behebt eine Schwäche des Vorgängers oder baut darauf auf
CNN und RNN sind Geschwister ohne Kante zueinander: sie beheben unterschiedliche Ignoranzen (räumlich gegen zeitlich), keine Alternative zueinander wie bei einer Kontrast-Kante.
Verwandt in anderen Linien
- Graph Neural Networks — Alle sechs Stücke der Graph-Neural-Network-Linie bauen intern ein eigenes MLP mit Backpropagation, etwa das GCN: dort ist es nur Baustein für die Graph-Mechanik, hier (Stück 2) ist es selbst das Thema.
- Dimensionsreduktion — Der Autoencoder nutzt dasselbe MLP-mit-Backpropagation-Fundament aus Stück 2, hier für Dimensionsreduktion statt Klassifikation.
- Anomalie-Erkennung — Die Autoencoder-Anomalie-Erkennung und Deep SVDD setzen dasselbe MLP als Baustein ein, dort für Rekonstruktionsfehler bzw. eine gelernte Kugel statt für Klassifikation.
- Multi-Agenten-Koordination — Das Politiknetz der MAPPO-Demo und das von RegretNet gelernte Zuteilungsnetz sind beides MLPs mit Backpropagation wie in Stück 2, dort als Baustein für Multi-Agenten-Reinforcement-Learning bzw. gelernte Mechanismen.
- Zeitreihen-Prognose — Das Netz der N-BEATS-artigen Prognose-Demo ruht auf demselben Backpropagation-Fundament, hier für Zeitreihen-Prognose statt Klassifikation.
- Nichtlineare Optimierung — Das Training eines neuronalen Netzes IST hochdimensionale, verrauschte, nichtkonvexe Optimierung: Stück 2 fand auf XOR Adam vorn (9/10 gegen 7/10) und Momentum hinten (0/10). Die Stochastische-Gradientenverfahren-Demo der Nichtlineare-Optimierung-Linie prüft denselben Befund auf einer generischen Zielfunktion und findet ihn nur zur Hälfte bestätigt.
- Warteschlangentheorie und Simulation — Das Netz der Surrogat-Demo der Warteschlangen-Linie folgt demselben Backpropagation-Fundament, hier als Ersatzmodell für eine Simulation eingesetzt: es lernt aus wenigen bezahlten Läufen die Gesamtzeit eines Terminal-Netzes, bleibt aber in der Messung bei raumfüllender Auswahl bei etwa 2 bis 3 % Fehler, während ein Gauß-Prozess etwa 1 % erreicht.
- Ranking — Learning to Rank lernt mit einem kleinen Netz und Paar- oder Listenverlusten die Ordnung aus Merkmalen.
- Inverse Probleme und Regularisierung — Die entrollten Netze der Linie Inverse Probleme und Regularisierung trainieren die Schritte eines Iterationsverfahrens als Schichten, mit derselben Rückwärtsrechnung wie das MLP, hier von Hand durch alle Schichten.
Perceptron: wo hört eine Gerade auf zu reichen?
Verfolgen Sie, wie ein Perceptron eine Gerade nach jedem falsch eingeordneten Punkt ein Stück verschiebt, bis alle Punkte richtig liegen. Die Demo lässt Sie den Abstand der Punktwolken verändern und die Gerade Schritt für Schritt beobachten. Die theoretische Obergrenze für die Korrekturen ist extrem grob: Bei knappstem Abstand erlaubt sie 37 365,5, gebraucht wurden höchstens 4. Auf dem XOR-Muster, das keine Gerade trennen kann, konvergiert das Perceptron nicht.
Verständlich erklärt: erst für Einsteiger, dann für Fachleute
Demo starten →MLP + Backpropagation: wie eine verdeckte Schicht XOR löst
Sehen Sie, wie eine verdeckte Schicht mit Backpropagation (der Fehler wird rückwärts durch das Netz gerechnet) das XOR-Muster löst, an dem ein einzelnes Perceptron scheitert. Ein Regler für die Zahl der verdeckten Einheiten zeigt, ab wann das gelingt: Mit zwei Einheiten nur bei 30 % der Zufalls-Initialisierungen, mit drei oder mehr fast immer. Momentum schnitt bei gleicher Lernrate schlechter ab als einfaches SGD.
Demo starten →CNN: was Gewichtsteilung bringt
Sehen Sie, wie ein Faltungsnetz an jeder Bildposition denselben kleinen Filter anwendet und so eine Form auch an Stellen erkennt, die im Training nie vorkamen. Die Demo trainiert nur mit zentrierten Formen und testet auf verschobenen: Das CNN bleibt bei 95 %, ein gewöhnliches Netz (MLP) fällt auf 34 %. Der Haken: Wird das MLP überall trainiert, schließt sich die Lücke, die Aufgabe wird aber nicht leichter.
Demo starten →RNN: Zustand über die Zeit
Verfolgen Sie, wie ein rekurrentes Netz einen Zustand, eine Art Gedächtnis, von Zeitschritt zu Zeitschritt weiterträgt. Die Demo versteckt ein Signal am Anfang einer Folge und fragt erst am Ende danach. Bei Länge 80 gelingt das nur noch bei 33 % der Zufalls-Initialisierungen, weil das Lernsignal auf dem Rückweg praktisch verschwindet; der Optimierer Adam hätte diese Ursache teilweise verdeckt, deshalb nutzt die Demo einfaches SGD.
Demo starten →LSTM: wie Gatter den Gradienten retten
Sehen Sie, wie ein LSTM mit Gattern entscheidet, was sein Zellzustand behält und vergisst, damit das Lernsignal über viele Schritte erhalten bleibt. Die Demo vergleicht das Signal bei RNN und LSTM: Bei Länge 1200 ist es beim LSTM noch eine normale Zahl, beim RNN praktisch null. Der Haken: Beim direkten Training ab Länge 80 ist das LSTM trotzdem nicht zuverlässiger; erst wachsende Sequenzlängen (Curriculum Learning) helfen.
Demo starten →Attention/Transformer: Zugriff statt Weitergabe
Sehen Sie, wie Attention alle Zeitschritte gleichzeitig gewichtet und direkt auf den relevanten zugreift, statt Information weiterzureichen. Die Demo misst bei RNN, LSTM und Attention, wie stark die Ausgabe auf ein Signal am Anfang reagiert: Bei sehr langen Folgen bleibt sie bei Attention brauchbar, beim RNN ist sie praktisch null. Der Haken: Zuverlässiges Training folgt daraus nicht, bei Länge 150 gelingt es aus dem Zufallsstart in 0 % der Läufe.
Demo starten →Welche Architektur passt zu meinen Daten?
Ein Entscheidungsbaum entlang der Frage, welche Struktur die Daten zwischen den Merkmalen tragen: keine, räumlich oder zeitlich (und bei zeitlicher Struktur, wie weit Information wandern muss). Die Antworten stützen sich auf die gemessenen Befunde der sechs Demos, nicht auf eine allgemeine Faustregel.
Beige Kästen sind Fragen (nicht klickbar), weiße Kästen sind Ergebnisse (klickbar, sie öffnen die jeweilige Demo). Was der Baum nicht zeigt: ein strukturell stärkerer Gradientenpfad (LSTM) oder eine mildere Verdünnung (Attention) macht das Training bei großem T noch nicht automatisch zuverlässig. In beiden Stücken sinkt die Kaltstart-Erfolgsquote trotzdem mit T, nur aus unterschiedlichen Gründen. Die Antworten gelten für die erzeugten Vehikel der Demos, nicht für reale Bild-/Text-/Zeitreihendatensätze.
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Clustering
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Zwölf Kennzahlen auf zwei Achsen: PCA, Isomap, LLE, t-SNE, UMAP, PaCMAP und Autoencoder, jedes mit gemessenen Stärken und Schwächen.
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Was fällt aus dem Rahmen? Neun Verfahren von der robusten Ellipse bis zum Autoencoder, jedes mit seiner gemessenen Schwäche.
Korrelation
Wann sagt eine Korrelation, was sie zu sagen scheint, und wann täuscht sie? Elf Stücke von Pearson bis Kointegration.
Baumbasierte Verfahren
Ein Baum wird zum Wald, dann zum Ensemble, das seine eigenen Fehler nachbessert: neun Verfahren von CART bis CatBoost, die erste Linie dieses Portfolios mit überwachtem Lernen.
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Wie prognostiziert man die Tagesaufträge eines Depots, und wie sicher ist die Prognose? Elf Verfahren von der naiven Messlatte bis zum vortrainierten Netz, mit ehrlichen Negativbefunden.
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Ein Lagerroboter lernt ohne Vorgabe der richtigen Antwort: acht Verfahren, jedes mit seinem gemessenen Befund, vom einfachsten Banditen bis zum gelernten Kritiker.
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Eine neue Bestandsregel, zwölf Stücke: vom einfachen A/B-Test über Teststärke, Zwischenblicke und Switchback bis zur Auswertung aus Logdaten.
Kausale Diagramme und Adjustierung
Eine Simulation mit bekannter Wahrheit, siebzehn Stücke: von der Konfundierung über Diagramm, Adjustierung, Schätzen, Frontdoor und Instrumente bis zum gelernten Diagramm, dem Fehler im Diagramm und dem Vergleich der Strategien.